Montag, 5. Mai 2008

Hochs und Tiefs

Ich versteh mich oft selbst nicht. Bzw. schwanke ich so oft zwischen dem einen und dem anderen Gefühl.

Ich hatte ein wunderschönes Wochenende mit meiner neuen Liebe.
Bummeln in der Stadt.
Brettspiele auf dem Balkon.
Die Lieblingsserie schauen und dabei Pizza und Eis essen.
Im Park liegen und die Sonne genießen.
Fotos machen.
Rumspinnen.

Und gestern dann, mal wieder reden. Über das Grundproblem.

Ich habe einen wundervollen Mann an meiner Seite. Der mich liebt und der mit mir eine Zukunft will. Und den ich auch liebe.
Wenn ich es zulasse, liegt eine wundervolle Zukunft vor mir mit allem was ich immer wollte und noch mehr. Mein Problem ist nur, dass ich die Vergangenheit nicht loslassen kann. Dass der Verlust einer wundervollen Liebe, mit diesem Geborgenheits- und absolutem Zugehörigkeitsgefühl und einer schönen Zukunft mir wehtut. Dass es einfach nur traurig ist dass ich es verbockt habe.

Gestern war ich in der alten Heimat und es ist etwas geschehen was mich etwas erschüttert hat.
Doch ebendiese Erschütterung hat mich wieder ein Stück nach vorn geschubst. Hat mir gezeigt, dass es kein Zurück mehr gibt. Jedenfalls kein Zurück in die Vergangenheit so wie sie war.

Und das ist ja eigentlich das Einzige was ich wollen würde.
Zurückspringen in den Dezember 2007.
Niemals erleben was ich mit dem Künstler erlebt habe. Ihn niemals näher kennenlernen; niemals seine Lippen spüren.
Niemals den Liebsten aus dem alten Leben verletzen.
DAS ist was ich gerne wollte.

"Aber verdammt nochmal Du Pappnase, DAS GEHT NICHT!!!"
Vertrauen ist weg. Erlebnisse wurden nicht geteilt. Menschen sind verletzt und ablehnend.
Gedanken würden sich immer drehen. Leben wurden getrennt gelebt ... in andere Richtungen.
Es gibt nicht mehr das Paar das wir mal waren mit dem Leben und der Zukunft die wir hatten.
Es wurde alles verändert. ICH habe es verändert.
Und diese Veränderung kann ich nicht wieder rückgängig machen. Sie sind geschehen und können nicht vergessen werden.

Ich werde jetzt schreiben; ich schaue jetzt nur nach vorn und versuche das Alte hinter mir zu lassen weil es ja doch keinen Sinn hat über Vergangenes zu weinen. Vor allem nicht, wenn man etwas schönes in der Gegenwar und vor allem auch in der Zukunft hat.

Aber ich weiß auch, dass nur ein Foto, eine Email oder irgendeine Erinnerung mich runterziehen wird. Mich wahnsinnig vor Sehnsucht machen wird und ich nachts weinend im Bett liege.

Auch wenn ich heute frohen Mutes bin und mich auf meine Gegenwart und meine Zukunft freue.
Es wird wieder dunkle Momente geben.

Aber vielleicht werden sie ja doch weniger und weniger; und seltener und seltener?

Ich erwarte bald eine Email. Der Inhalt wird mich wieder aufwühlen. Ich weiß noch nicht in welcher Art.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach. Bei deinen Worten habe ich einfach nur das Bedürfnis, dich mal fest in den Arm nehmen zu wollen und zu sagen: "Das wird schon. Irgendwie."

Das ist mir leider nicht möglich, also bleibt mir nur das Schreiben.

____

Kannst oder willst du die Vergangenheit nicht loslassen? Manchmal liest es sich so, dass du eigentlich in der neuen Beziehung gar nicht das Neue entdecken willst. Du willst alles, was du vorher hattest UND noch das ein oder andere neue Schmankerl dazu.

Die Jahre, die du mit dem Liebsten verbracht hast, waren lang. Das ist nicht von einem auf den anderen Moment einfach weg. Zumal die Beziehung an sich ja gut war, wie du schriebst. War es vielleicht "doch nur" der Nervenkitzel, den du gesucht hast und der nun allein keine richtige Grundlage einer Zukunft sein kann?

Warum ist es dir nicht möglich, den Erzähler so anzunehmen, wie er ist? Und damit auch eine neue, eine andere Beziehung als die Alte. Ohne Vergleiche, ohne Sehnsucht?

Dir fehlt etwas, das liest man in jeder deiner Zeilen. Du sehnst dich nach etwas, von dem ich aber gar nicht weiß, ob du dir so sicher bist, dass es wirklich das ist, wofür du es hältst.

Man kann mehrere Menschen lieben. Punkt. Aber tust du das wirklich?

Liebst du den Liebsten für das, was er ist, oder nur für die Erinnerungen und die Sicherheit, die du hattest?

Liebst du den Erzähler für das, was er ist, oder nur für die Rolle und Bedeutung, die du in seinem Leben eingenommen hast und die neuen Erfahrungen, die er dir ermöglicht hat?

Ich wünsche dir so sehr, dass du Klarheit findest.

Ganz liebe Grüße,

Kati

Anonym hat gesagt…

Süße...Ich würd mich gerne mal mit Dir treffen, wünsche Dir bis dahin Sonne, Glück und Zufriedenheit.. LG und fetten Schmatz Sandra