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Man sollte seinen Job lieben; gern dort hin gehen.
Wenn man mit den Kollegen gut auskommt ist das schön. Wenn man sogar Freundschaften
knüpft, ist das doch super.
So dachte ich jedenfalls immer.
Natürlich sollte man seinen Job mögen und sich auch wohlfühlen in dem Umfeld dort.
Als ich hier in der Firma anfing (Dezember 2006) war ich überglücklich.
Ich hatte endlich wieder Arbeit.
Es waren so tolle Leute dort. Ein super Team. Eine Handvoll junger Leute die das ganze aufgebaut haben, die auch mal zusammen feiern gehen usw.
Ich war super happy.
Im Laufe der Zeit hat sich aber einiges getan. Alle haben sich ein wenig von einander gelöst.
Es ist nicht mehr wie am Anfang. Leute sind gegangen, Leute sind dazugekommen.... Die Arbeit und der Stress wurden größer.
Seit einiger Zeit habe ich für mich beschlossen: privates und berufliches bleiben getrennt!
Da muss man schon grinsen denn meinen Schatz habe ich hier kennengelernt. *g*
Aber das funktioniert, da wir räumlich sowie abteilungsmäßig weit von einander getrennt sind.
Wir fahren nur zusammen und essen gemeinsam zu mittag.
Aber mit den anderen Leuten will ich privat nichts zu tun haben.
Ich kann nicht mit dem anderen Pärchen hier ausgehen wenn mir der weibliche Part schon einmal einen gehörigen Einlauf verpasst hat.
J. mag ich eigentlich sehr gern, aber er ist sowas wie mein Chef und das geht irgendwie nicht.
Und meine "liebe" nervötende Hass-Kollegin kann ich ja eh nicht mehr ab.
Sie will sich immer bei uns zu einem Spieleabend einladen *schüttel* Neeeee!
Und seit ich krank war, habe ich auch beschlossen, dass die Arbeit nicht das wichtigste in meinem Leben sein sollte. Das war sie bis dahin. Ich habe die Firma geliebt. Ich habe alles dafür gegeben. Von morgens um sieben bis abends um zehn im Büro: ich habs gern getan. Ich fühlte mich hier wohl. Es war wie ein zweites zu Hause.
Ich konnte ein gewisses Maß an Arbeit ab; und das war hoch. Dann wurde es zuviel und ich versank. Die Krankheit war der Höhepunkt.
Ich fühle mich hier jetzt nicht mehr zu Hause.
Ich weiß wo mein zu Hause ist und wo ich mich wohl fühle. Und mit welchen Menschen ich zusammen sein will.
Und ich will nicht die meiste Zeit meines Lebens in dieser Firma verbringen und nur an die Arbeit denken und dass sich alles darum dreht.
Ich habe jetzt gelernt, dass man auch nach 9 Stunden nach Hause gehen kann, statt nach 12 oder mehr. Dass man nicht jeden Scheiß mit sich machen lassen muss.
Und ich habe gelernt abzuschalten am Feierabend und am Wochenende.
Der Partner und die Familie sind am wichtigsten. Nicht der Job.
Und auch wenn manch einer im Büro denkt ich bin mies drauf weil ich mich nicht großartig privat unterhalten will. Ich will einfach nicht mehr wissen wie es jemandem privat geht oder was so los ist. Jedenfalls bei den meisten.
Ich will hier meinen Job machen und mehr nicht. Die Leute die mir am Herzen liegen sind woanders.
So.
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2 Kommentare:
ich hab das auch völlig aufgegeben, kontakte ausserhalb der firma. schlimm genug dass man mit manchen leuten fast den ganzen tag verbringen muss. und auch ich arbeite weniger - wer dankt es denn einem? keiner. früher bin ich auch krank in die firma. aber seit ende des letzten jahres hat sich das gebessert. wenn ich krank bin, bin ich krank. jetzt muss ich nur noch abstellen dass ich jeden tag versuche, 14 stunden arbeit in 9 stunden zu pressen. auch keine lösung, aber was will man machen. gruß, fiona
Für manche meiner Kollegen ist es auch schwer verständlich, daß ich außerhalb des Büros nichts mit ihnen unternehmen will. Kein Bierchen nach Feierabend, kein Joggen am Samstagmorgen.
Es reicht, wenn ich mit den Kollegen im Büro zusammen bin und gut ist es.
Das hat nichts mit unfreundlich sein oder gar Verschlossenheit zu tun, ich wollte/will das so, und das haben andere zu respektieren !!
schöne Feierabendgrüße :o)
Sina
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